Wednesday, January 25, 2012

Auf nach Arizona - Ein Rueckblick

Gut in Arizona angekommen!!


Der Flug war klasse, Melanie (meine Sitznachbarin) und ich hatten mit den Stuarts eine Menge Spaß. Die waren gut drauf und für jeden Spaß zu haben. Von Frankfurt ging es gen Norden und schon konnte ich mir einen Überblick über Sylt verschaffen!! Das nächste Highlight war der Film Robots. Wir haben uns schief gelacht.. Beim nächsten Blick aus dem Fenster (Aufforderung vom Piloten) haben wir Grönland bewundern können.. Einmalig!! Eisberge und Gletscher, die jeden Moment ins Wasser fallen könnten - so viel Glück hatten wir dann doch nicht. Man konnte sich kaum entscheiden, Robots oder Eisberge.. Werde mir den Film bei Zeiten noch mal ansehen müssen.. Dann ging's weiter über Kanada (hatte gewisse Ähnlichkeiten mit Grönland), Salt Lake City, die Rocky Mountains, den Bryce Canyon und den Hoover Dam. Beim Landeanflug auf Las Vegas konnte man die Kasinos sehen, der Flughafen ist direkt dahinter.

Die Fahrt von Las Vegas nach Lake Havasu war recht gradlinig.. Von Nevada über Kalifornien nach Arizona. Die Sonne färbte alles in ein schön rotes Licht und so zeigte sich Havasu von einer seiner besten Seiten. Der Sonnenaufgang ist nämlich auch sehr schön. Die Strecke sind wir mit dem Jeep gefahren, schön gemütliche 120km\h. Es kamen uns 5 Cops entgegen, da will man auch nicht zu schnell fahren. Die lasern einen während der Fahrt und drehen um.. Ein Fahrer hat es nicht ganz so "genau" gesehen und schon stand er am Straßenrand, neben ihm ein Cop in Weihnachtsbeleuchtung - eine einfarbige Rundumleuchte reicht hier wohl nicht aus..

In Havasu angekommen haben wir erst mal entladen, dann gab es eine Haustour. Momentan stehen noch viele Kisten herum, wenn's einigermaßen eingerichtet ist, bekommt Ihr auch ein paar Fotos. Es ist insgesamt schöner und größer als auf den Bildern, die Reed geschickt hatte. Auch der Garten und die schöne Aussicht haben mich überrascht. Sind dann noch kurz einkaufen gefahren, Reed kam ja direkt von der Arbeit.. Hat auch Spaß gemacht und da es mittlerweile dunkel und kühl war sind wir offen gefahren. Der Sternenhimmel ist klasse - es gibt kaum Straßenbeleuchtungen.. Ein Satelit flog "direkt" über uns hinweg. Zurück im Haus bin ich dann spontan auf der Wohnzimmercouch eingeschlafen.. Um 21:30 habe ich mich dann aber doch ins Bett geschleppt..

Gestern bin ich dann mit Reed aufgestanden und wir haben gefrühstückt. Reed ist dann los zur Arbeit, ich habe versucht zu skypen und E-Mails zu schreiben. Alles recht frustrierend.. Das DSL funktionierte nicht wirklich, mal hat es mich alle 2 Min rausgeschmissen, dann ging es für 30 Min, kam danach aber gar nicht mehr rein.. Heute kommt jemand um die Telefonleitung zu reparieren, Reed hatte gestern Abend angerufen und die haben den Fehler entdeckt.. Ich hoffe das wird was.. Schreibe gerade in Word, der Laptop hat aber nur einen Englischen, Spanischen und Französischen Spellchecker, der auch schon mal unaufgefordert verschlimmbessert.. Habe ihn nun aus, garantiere aber erst mal für nix… Als ich dann genug vom Internet hatte, ging's an ein paar Kisten. Habe hinterm Haus meinen ersten Roadrunner und meine erste Eidechse (ca. 10cm) gesehen. Um 15h habe ich mich dann zu einem Mittagsschläfchen hingehauen, 2 Stunden später hat Reed mich dann geweckt.. Sind noch ein weinig durch die Gegend gefahren und haben dies und das besorgt. Ein Luftbefeuchter war ganz oben auf meiner Liste, nicht nur meine Nase und meine Haut beschwerten sich, auch diverse Möbelstücke haben spontane Austrocknungsanfälle… Allzu alt wurde ich dann gestern auch nicht mehr.

Heute Morgen gab es dann wieder ein gemeinsames Frühstück, mal sehen wie lange sich der Jetlag hält.. Ich hoffe die Leute von der Telefongesellschaft kommen bald.
(10/2005)


Erste Eindrücke


Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten, hat mich sehr gefreut!! Hoffe ich kann die meisten Fragen mit dieser Mail erschlagen, kann aber momentan leider nicht noch mal nachsehen, Internet / DSL ist mal wieder down.. Deswegen wieder vorschreiben in Word.

Das mit der Telefongesellschaft ist zwar ganz toll, wenn die auch Samstags vorbeikommen, nur hilft es hier momentan nicht. Immer wenn von denen einer hier ist (2x), machen die ne Kleinigkeit (Modem austauschen/etwas am Telefonanschluss) und es funktioniert klasse. Dann, einen Tag später geht der ganze Mist von vorne los. Werden wohl von denen zum Kabelmodem wechseln. Beim TV haben wir das schon getan, eher unfreiwillig. Nachdem die zweite mal nicht aufgekreuzt sind haben wir am Telefon erfahren, dass unser Anschluss doch schon wieder gekündigt worden sei. Dabei sollen die es belassen war unsere Antwort.. Frontier arbeitet wirklich noch zu Wildwest Zeiten.. Da ist der Name Programm. Am Freitag soll dann Kabel kommen..

So, nun mehr zu mir. Jeep fahren macht echt Spaß. Und her ist soo wenig los auf den Strassen.. Zudem sind die auch super breit, genauso wie die Parkplätze. Da es hier auch nur Parkbuchten wird werde ich wohl das Rückwärts-Einparken schnell verlernen.. LOL. Kreuzungen mir Ampeln gibt's auch nur recht selten, meistens haben wir hier Stoppschilder, für alle 4 Richtungen. Der, der zuerst angehalten hat, darf auch zuerst wieder los. Und dann der Reihe nach. Das funktioniert sogar!! Unglaublich. Sehr zivilisiert, muss ich schon sagen.

Die meisten Kisten sind ausgeräumt und so langsam sieht es wie ein bewohntes Haus aus und weniger wie ein Warenlager. Die haben vielleicht eingepackt, da kann man sich nur wundern. Das meist ist gut angekommen, die Wohnzimmermöbel haben nur leider die eine oder andere Macke abbekommen.. Mist. Dann haben die Kunststoffbecher in 20 Lagen Papier eingerollt, dann meinen Kunstkalender mit einer Verlängerungsschnur (!) zusammen eingerollt.. Der Kalender sah sehr traurig aus.. Zwei Übertöpfe wurden auch nur einfach ineinander gestellt und verpackt.. Da hätten die sie auch gleich beim Verpacken fallen lassen können.. Weitere Knaller erspare ich Euch, Ihr habt sicher einen Eindruck bekommen..

Einkaufen ist auch sehr interessant hier. Jetzt kann ich zumindest verstehen, warum die so wild auf Coupons sind. Was hier nicht grad im Angebot ist, ist auch gleich sehr teuer. Am meisten lohnt sich "2 zum Preis von 1". Vor allem bei Wurst und Käse(!). Das Wasser ist billig, so eine 3Gallon (1G=ca.3,8l) Flasche kostet 1$. Die kommt dann in einen Wasserspender. Allerdings kein Vergleich zum Burscheider Quellwasser aus dem Kran..

Es gibt hier zwar ein Schwimmbecken, mit Wellenbad und "Bahnenschwimmen" im Austausch (da wird dann eine Wand eingesetzt), aber leider kein Schwimmverein für "Erwachsene". Nur die Highschools schwimmen im Team. Dreimal am Tag (in der Woche) ist das Bahnenschwimmen aber auch für alle offen, einmal von 5-7, 12-16 & 17:30-18:30. Dazwischen sind dann die Vereine, die Wellen oder Kurse dran. Habe mir das bis jetzt nur einmal vom Trockenen angesehen. Werde dann beim nächsten Mal berichten. Bis jetzt musste der Pool bei uns im Garten (ca. D= 3m,T= 1,2m) herhalten. Zum Abkühlen mehr als genug und eine Luftmatratze passt allemal.

(10/2005)

Route 66

Hallo zusammen!!
Endlich, mein eigener Rechner, eigene Tastatur und Fotos!! Ich habe Euch eine kleine Auswahl zusammengestellt.

Zur Route 66 sind wir "geschlossen" gefahren, dass war zu schnell und macht offen nicht so viel Spaß. Ab da ging's dann offen weiter. Ich war schwer beeindruckt. Die alte 66 ist wirklich wunderschön zu fahren. Linkskurve, Rechtskurve, bergauf, bergab, weite Täler, tiefe Schluchten und hohe Berge. Wow.. Kaum zu glauben, dass hier die dicken Trucks durchgefahren sind. Es wundert also nicht wirklich, dass sie früher auch die "blutrote" 66 genannt wurde. Es waren viele Chopper und Yoghurtbecher unterwegs. Die ersten hatten meist keinen oder nur einen Helm der so groß und geformt war wie eine halbe Kokosnuss.. Da hatte keiner Angst sein Gesicht zu verlieren.. Oder zu viel, je nachdem wie man's sieht. Die zweiten waren da schon besser ausgestattet. Eigentlich ganz so, wie man es kennt. Integralhelm und Lederkombi. Das einzige Lederacessoir der ersten war die Weste, obwohl, da waren mehr Stoffaufnäher drauf als Leder drunter.. Alles schon ziemlich kultig.

In Oatman gab es dann jeden Menge Esel, Chopper, Biker und Touriläden zu bestaunen. Wie überall legen hier die Esel den Verkehr lahm, nur hier sind es wirklich vierbeinige. Die sind "wild" und laufen frei durch die Stadt. Überall kann man Eselfutter kaufen, was wohl der Grund dafür ist, weswegen sie sich hier aufhalten. Vor und nach der Stadt - sie liegt an der Route 66, was nicht nur die Hauptstraße ist, sondern auch die einzige - findet man aber auch noch den einen oder anderen Esel im Gelände. Für eine Stadtdurchfahrt bräuchte man sicherlich nur 30sec, wären da nicht eben diese Esel. Wenn die auf der Straße stehen hilft nur warten. Der eine oder andere Touri greift dann aber schon mal beherzt zu und versucht einen dieser Verkehrsberuhiger von der Straße zu schieben oder zu ziehen. Beobachtungen zufolge klappt das Ziehen an den Ohren am besten. Nur zu dumm, wenn hinter ihm der nächste Touri (wahrscheinlich noch seine eigene Frau) einen anderen Esel auf der Straße füttert. Irgendwann ist man aber auch dadurch und man kann einen Parkplatz suchen. Kein Problem damit, solange man nicht die Zufahrt zur Historischen Feuerwehr zustellt. T-Shirts gibt's da ohne Ende. Von der Route 66, Choppern, Eseln und auch allen zusammen. Der eine oder andere Laden hat aber auch richtig schöne Sachen aus Ton und Sandstein. Die Tonsachen sind im Indianerstil, Donnerbären, Töpfe usw. Die Sandsteinsachen sind schwer zu beschreiben, wunderschön und leider etwas teuer.. Von abstrakten Formen, das gibt die Farbe und die "Maserung" des Steins her, bis kleine Minihöhlen und Wanduhren.

Dann, auf dem Weg zurück zum Auto, haben wir den zweiten Grund für eine Vollsperrung der Route 66 live miterleben können. Eine traditionelle und auf jeden Fall authentische Schießerei. Ein Bandit und ein Sheriff stehen sich gegenüber, von Angst keine Spur. Es werden unverständliche Beschimpfungen ausgetauscht. Es wird gezählt - eins - zwei - der erste Schuss, daneben. Nicht ganz den Regeln entsprechen und nun weiß der Sheriff, der Kerl hat nicht vor seine anarchistische Einstellung zu ändern. Stille kehrt ein. Nun hat auch der letzte "Durchreisende" verstanden, dass das hier wohl etwas länger dauert und macht seinen V8 aus. Wieder werden Wortfetzen ausgetauscht. Es scheint sich eine Einigung über das Zählen bis drei einzustellen, es war ein Missverständnis. Wie konnte der Gesetzeshüter auch davon ausgehen, dass der Schurke bis drei zählen kann. Es wird zweimal geübt, das schein zu sitzen. Die Spannung steigt - eins - zwei - na, das war der Sheriff aber etwas vorschnell, wer einmal bei zwei schießt, dem traut man hier nicht mehr so schnell.. Der Schuss ging allerdings wieder daneben und eine wilde Schiesserei bricht aus. Da, der Sheriff sackt zusammen, doch noch auf Knien gibt er einen letzten Schuss gekonnt aus Hüfthöhe ab. Der Gesetzlose bricht ebenfalls zusammen. Beide geben sich ihrem Todeskampf hin, jeder auf seine Weise. Der Hüter des Gesetzes fällt langsam in sich zusammen, mit einem Grinsen denn er weiß, sein Tod bleibt nicht ungerächt. Der Schurke aber rollt sich vor Schmerzen, liegt auf dem Rücken, streckt alle Gliedmaßen gen Himmel.

Der Rest unserer Fahrt auf der Route 66 war genauso schön und imposant wie die erste Hälfte. An einem gut gelegenen Aussichtspunkt haben wir dann eine Rast eingelegt und unsere leckeren Hähnchenwraps gegessen, die wir uns in Havasu selbst gerollt hatten. In Kingman stießen wir dann wieder auf die 40. Nach einem kurzen Abstecher in die Berge und in den Nadelwald - da war dann Verdeck schließen und Pulli angesagt - ging's wieder Richtung Havasu. Alles in allem ein sehr zufrieden stellender Tag, der eine Wiederholung nicht ausschließt.

(10/2005)

Unser Baum ist schon geschmückt

Unser Baum ist schon geschmückt, andere Länder, andere Sitten.. In Deutschland macht das ja das Christkind am 24. - hier kommt der Weihnachtsmann erst in der Nacht zum 25.12., ißt Plätzchen, trinkt Milch und läßt Geschenke da. Meist nur eins pro Person, das große wie z.B. ein Fahrrad. Die anderen Geschenke, von den Eltern oder Großeltern, liegen schon ein paar Tage eher unter dem Baum. Ab und zu darf ein kleines Geschenk schon am Abend des 24. aufgemacht werden. Das sind bei uns dann die, die wir "von außerhalb" zugeschickt bekommen haben.

(11/2005)

Meine Eltern kommen!!

Pünktlich 2,5h Stunden bevor meine Eltern in Las Vegas landen fahren wir los. Das war zumindest der Plan.. Mit hier und da was vergessen, wo ist denn nun meine Handy, arg, umdrehen und zurück sind es nur noch 2h. Aber die müssen ja durch die Pass- und Zollkontrolle durch, das wird schon. Ach ne, das machen sie ja in Denver! Upsi, die kommen direkt aus dem Flieger und laufen ohne weitere Kontrollen direkt zum Gepäckband. Aber das dauert ja auch etwas.. *hoff*

Wir bleiben nahe der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, denn hier erwischt zu werden kostet nicht nur Geld sondern auch Zeit. Und wer will schon von einem Polizeiauto gejagt werden.

Nach ca. 30 min. erreichen wir die Staatsgrenze von Kalifornien. Stand da was von einer anderen Zeitzone??? In welche Richtung ging das noch mal?? Und wie sieht es in Nevada aus? Wir gehen davon aus, daß wir eine Stunde gewonnen haben, zumindest in Kalifornien. Als wir die Grenze zu Nevada überschreiten steht da nichts von einer neuen Zeitzone. Wir scheinen Glück gehabt zu haben. Die erste Uhr, die wir in Las Vegas am Straßenrand sehen, gibt uns Recht. Nur gut, daß es Winter ist.. Denn neben Hawaii und Indiana stellt Arizona die Zeit nicht im Sommer um. D.h. dann gibt es keine Zeitverschiebung zwischen Arizona, Kalifornien, Nevada und den Rest der Staaten im der Pazific-Time-Zone. Jetzt sind wir in der Mountain-Time-Zone. Der Flughafen ist leicht zu finden, mitten drin, gleich neben dem Luxor. Wir sind also eine halbe Stunde zu früh. Zeit genug um ein wenig zu shoppen. Zwei CSI Las Vegas T-Shirts landen schnell in einer Plastiktüte. Ein lecker Kaffee von Starbucks und wir machen uns auf die Suche nach dem Gepäckband. Es ist das erste, direkt an der Rolltreppe, die die ankommenden Passagiere in die Halle herunterbringt. Das Band läuft schon, aber für einen anderen Flug. Kurze Zeit später sehe ich meine Eltern auf der Rolltreppe. *freu*

Nach der herzlichen Begrüßung kämpfen wir uns zum Band vor, das Gepäck sollte nun kommen. Alle Koffer können schnell vom Band gefischt werden, bis auf einen. Der kommt und kommt nicht. Als lange Zeit keine neuen Koffer kommen und das Band von einem Mitarbeiter der Fluggesellschaft leer geräumt wird - da sind wohl einige Passagiere direkt an den ersten Slot-Maschinen hängen geblieben - fragen wir nach. Der Aufenthaltsort des Koffers wird zügig ermittelt, Denver. Morgen Abend soll er direkt nach Havasu geliefert werden, auch gut. Dann haben wir auch mehr Platz im Auto. Die Plattform, die wir an unserer Anhängerkupplung montiert haben, brauchen wir gar nicht. Na ja, wer konnte das wissen? Wir gehen in Las Vegas zu Abend essen, es ist schon 19:30h und dann kommt ja noch die Fahrt.. Und die Stunde, die wir zurück geben müssen. Nach lecker Mexikanisch fahren wir los. Es ist schon sehr spät, als wir in Havasu ankommen. Nur noch eine kleine Hausführung und wir gehen schlafen.

Die nächsten 3 Tage zeige ich meinen Eltern Havasu und wir gehen ein wenig shoppen. Hochzeitskleid & Schuhe, Kleid für Mama, Anzüge ausleihen für Reed und Papa, Postkarten und all so'n Kleinkram. =) Wir machen uns an die Planung unseres Kalifornien Trips, Los Angeles und San Diego stehen ganz oben auf der List.

Aber davon berichte ich Euch das nächste Mal, alles Liebe,
Alex
(11/2005)

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